Ostmasuren - Mazury Garbate - das hügelige Masurenland
Masuren als geografische Region ist kein gleichförmiges Gebilde. Der östliche Teil dieses nicht nur bei den deutschen Urlaubern beliebten Landstriches wurde von der Natur mit einer besonderen Schönheit ausgestattet. In Folge der Eiszeit entstand ein Landschaftsrelief, was es so kein zweites Mal gibt. Wegen der vielen Hügel wird Ostmasuren auch als Buckelmasuren (auf Polnisch Mazury Garbate) bezeichnet.
Kurz nach Giżycko, welches noch zur recht flachen Region der Großen Masurischen Seen gehört, wird die Gegend wellig. Um so weiter man nach Osten fährt, um so größer wird der Höhenunterschied der Moränenhügel.
Schaut man auf die Verwaltungskarte der polnischen Woiwodschaft Ermland
und Masuren (Warmińsko-Mazurskie), dann verteilt sich Ostmasuren auf die
drei Landkreise Ełk (früher Lyck), Olecko (früher Treuburg) und Gołdap
(damals schrieb man Goldap so).
Hier befand sich bis zum Ende des
Zweiten Weltkrieges die südöstliche Grenze von Ostpreußen. Der östliche
Teil gehörte zu Polen und war infolge der der polnischen Teilungen
längere Zeit auch Gebiet vom russischen Reich.
Weiter östlich
schließt sich eine Region an, welche noch größere Höhenunterschiede im
Landschaftsprofil aufzuweisen hat: das Suwałki-Land.
Einige Bilder aus dem östlichen Teil von Masuren |
| |
| Seite: 1 von 2 | Fotos: 1 bis 12 von 16 |
|weiter
|
|
|
| Seite: 1 von 2 | Fotos: 1 bis 12 von 16 |
|weiter
|
|
| |
Westlich von
Olecko bis zu weiter südlich gelegenen Kreisstadt Ełk zieht sich eine
Seenkette, welche als Seenplatte von Olecko bezeichnet wird. Neben
vielen größeren Seen gibt es noch eine Vielzahl von kleineren Seen, die
idyllisch ins Landschaftsprofil eingebettet sind. Auf den Dörfern liegen
die Gehöfte recht weit auseinander. Ein idealer Ort, um in einer der
vielen agrotouristischen Pensionen oder in einem Ferienhaus Urlaub zu
machen. Dort genießt man die Ruhe und kann auf kleinen Straßen mit dem
Fahrrad durch die wunderschöne Landschaft fahren.
Etwas belebter
geht es in den drei Kreisstädten zu, wo man in Hotels sein
Urlaubsquartier findet. An den Seen gibt es Promenaden für Spaziergänge
und viele Geschäfte für lange Einkaufsbummel.
Gołdap an der
Grenze zur russischen Exklave Kaliningrader Gebiet ist einer der
polnischen Kurorte. Die reine Luft in der kaum von Industrie belasteten
Region macht es möglich. Von hier ist es auch nicht weit bis zu dem als
Rominter Heide bekannten Urwaldgebiet. Das aus Fichtenwäldern und
zahlreichen Mooren bestehende Gebiet ist neben dem Urwald von Białowieża
eines der letzten unveränderten Waldgebiete in Europa. Interessant
dabei ist, dass man auf Pflanzenarten trifft, die eher in subarktischen
Regionen vorkommen. Deshalb vergleicht man diese Region oft auch mit der
russischen Taiga. Die Spuren der letzten großen Eiszeit sind in Ostmasuren nicht zu
übersehen.
Ein Teil der Rominter Heide befindet sich auf polnischen Gebiet,
der andere gehört schon zu Russland. In diesen Wäldern gingen einst die
Hochmeister des Deutschen Ordens, sowie preußische Herzöge und Könige zur Jagd. Diese
Tradition setzte der letzte deutsche Kaiser Wilhelm II. fort. An diesen
erinnern noch viele Gedenksteine, wo die Jagderfolge des Kaisers
eingemeiselt sind. Zahlreiche markierte Wanderwege leiten die Urlauber
sicher durch die Wälder.
Die Anreise aus Deutschland nimmt etwas Zeit in
Anspruch, aber dafür wird man mit einer wunderschönen Landschaft und
einem erholsamen Urlaub belohnt.
|